Saisonbilanz 2019-20

Heute würde das Saisonfinale der 34. Ennstaler Dorfmeisterschaft in Donnersbach stattfinden. Aus diesem Grund wollen wir noch einmal auf den Weg zum sechsten Meistertitel der Vereinsgeschichte zurückblicken.

Samstag, 13. Juni 2020 – Saisonfinale der 34. Ennstaler Dorfmeisterschaft!

Noch im März war es der wichtigste Termin des Jahres für den SV Rohrmoos, aber die Welt hat sich verändert, und weiterhin sind die Wettbewerbe im österreichischen Amateurfußball stillgelegt. Liebend gern hätte sich unsere Mannschaft der Herausforderung gestellt, ihren Meistertitel in einem erneuten Finalspiel gegen den SV Haus zu verteidigen. Der Donnersbacher Felsenpark ist zweifellos ein perfekter Schauplatz für eine großartige Abschlussveranstaltung. Doch den Dorfliga-Vereinen und ihren Fans bleibt das Vergnügen in diesem Jahr verwehrt. Es bleibt die Hoffnung auf ein gesundes und unbeschwertes Fest im Juni 2021.

Dank einer hervorragenden Herbstrunde hat unser SV Rohrmoos nach mehrheitlichem Beschluss durch die acht Liga-Teilnehmer trotzdem wieder die Meisterschaft gewonnen. Und wir können immerhin feststellen, dass wir in dieser Saison auch fast alle Konkurrenten besiegt haben. Nur ein Last-Minute-Treffer hat eine komplett makellose Bilanz verhindert. So wollen wir noch einmal auf den Weg zum sechsten Meistertitel der Vereinsgeschichte zurückblicken.

Mit einem nahezu unveränderten Kader versuchte Trainer Martin Gerhardter im August 2019 den Auftrag Titelverteidigung umzusetzen. Schnell zeigte es sich, dass es eine „Mission Possible“ war. Es begann allerdings mit einer Spielverlegung, weil die Mitarbeit an den Schladminger Gabalier-Konzerten die Aufmerksamkeit mehrerer Teammitglieder erforderte. Die Mitfavoriten SV Haus und FC Donnersbach legten am 1. Spieltag mit deutlichen Siegen vor, so dass der SV Rohrmoos direkt wieder in der Verfolgerrolle war – wie schon aus der Vorsaison gewohnt.

Umso wichtiger war ein perfekter Saisoneinstieg, der mit einem 5:1-Auswärtssieg in Donnersbach gelang. Das Ergebnis war weitaus deutlicher, als es nach dem Spielverlauf zu erwarten war, aber eine solide Abwehrleistung, die stärkere körperliche Präsenz und auch die effektivere Chancenverwertung ermöglichten den klaren Erfolg.

Im ersten Saison-Heimspiel gegen den kämpferisch überzeugenden SV Kleinsölk war Geduld gefragt. In der letzten halben Stunde erarbeiteten sich die Rohrmooser aber doch noch einen letztlich ungefährdeten 2:0-Sieg und auch die in Eigenbau konstruierten neuen Ersatzbänke haben ihre Premiere bestens überstanden.

Ein sportlicher Höhepunkt war das Derby in Pichl ganz gewiss nicht. Ein vernünftig gemähter Platz hätte den Spielern gutgetan. Trotzdem schaffte es das SVR-Team in den letzten 14 Minuten einen Rückstand in einen 3:1-Sieg zu verwandeln. Und nach neun Jahren ohne Auswärtserfolg in Pichl war es dann doch ein besonderes Ereignis.

Die Oppenberger sind im Herbst in die tragische Rolle eines Punktelieferanten geraten. Da ließ es sich auch unsere Mannschaft nicht nehmen, zumindest beim Torverhältnis den Abstand zum Tabellenführer SV Haus zu verkürzen. So sahen stolze 80 Zuschauer im Untertal bei herrlichem Wetter ein 7:0 und damit unseren höchsten Heimsieg seit sieben Jahren.

In einer hart umkämpften Partie beim SV Mitterberg gelang es dem SV Rohrmoos nicht, seine frühzeitige Führung auszubauen. Die hochmotivierten Gastgeber waren zwar selten torgefährlich, erzielten dafür nach einem Corner in der Schlussminute den Ausgleich zum 1:1 und sorgten für den ersten Punktverlust unserer Mannschaft nach elf Siegen in Folge.

Bei fünf Punkten Rückstand war ein Sieg im Spitzenspiel gegen den schärfsten Konkurrenten SV Haus eine Notwendigkeit. Und zum passenden Zeitpunkt zeigten die Rohrmooser ihre wohl beste Saisonleistung. Überzeugend in allen Mannschaftsteilen verdienten sie sich einen 2:0-Heimsieg. Es war die erste Herbstrunden-Niederlage der Hauser nach vier Jahren.

Niemand konnte vermuten, dass der SV Rohrmoos durch einen Sieg im Nachholspiel in Selzthal bereits die Titelverteidigung fixieren konnte. Es hat sich ja auch erst ein halbes Jahr später herausgestellt. Dabei sah es bis zur letzten halben Stunde gegen die spielbestimmenden Selzthaler überhaupt nicht vielversprechend aus. Doch erneut bog unsere Mannschaft einen Rückstand mit einem furiosen Zwischensprint um und brachte bei 20 Schlussminuten in Unterzahl einen 3:1-Sieg ins Ziel.

Bei einem identischen Torverhältnis von 21:4 hat der SV Rohrmoos im Herbst einen Punkt mehr geholt als der SV Haus. In keinem Match gab es mehr als ein Gegentor. Die erfolgreiche Titelverteidigung ist auch der Lohn für ein Kalenderjahr 2019 mit 13 Siegen in 14 Spielen und saisonübergreifend nunmehr 21 Spielen ohne Niederlage.  

Statistisches:

In sieben Herbstrundenspielen hat Martin Gerhardter 25 Spieler eingesetzt, darunter auch sich selbst für 17 Minuten gegen Oppenberg.

Kapitän Andreas Stocker erreichte mit 585 Einsatzminuten die eindeutig höchste Zahl und durfte sich dabei sogar in zwei kompletten Spielen als Torhüter bewähren (nur zwei Gegentore). Außerdem erzielte er als unser einziger Spieler im Herbst drei Tore in einem Match. 

Nur Tobias Huemer war ebenfalls in allen sieben Spielen dabei und war mit vier Treffern zweitbester Torschütze.

Mit sechs Toren in sechs Spielen sicherte sich Georg Skopek wieder die teaminterne Torjägerkrone. Bevor er das Spiel gegen Oppenberg verpasst hat, ist ihm in acht aufeinanderfolgenden Dorfliga-Spielen immer mindestens ein Treffer geglückt.

Ein wahrer Sieggarant war Lukas Knauß, der bei seinen sechs Einsätzen immer als Sieger den Platz verließ. Mitterberg hat er in weiser Voraussicht ausgelassen. Mit drei Torvorlagen führt er auch die Assist-Wertung an, und ganz bestimmt hat keiner öfter die Torstangen getroffen.

Ebenfalls sechs Einsätze und drei Torbeteiligungen haben wir für Andreas Zechmann registriert. Gefühlt waren es weitaus mehr, aber nicht jede entscheidende Aktion erscheint in der Statistik.

Mit drei Ein- und zwei Auswechslungen ist Norbert Pitzer unser Wechselmeister. Zwei entscheidende Tore und eine Vorlage sind dabei eine stolze Bilanz. Und einmal hat er sogar durchgespielt.

Auch Michael Wiesbauer kam bei fünf Einsätzen dreimal von der Bank und hat seine Torvorlagen-Anzahl im Vergleich zur Vorsaison verdoppelt.

Jeder unserer Verteidiger Gerhard Fischbacher, Heinrich Lettner, Matthias Stocker und Toni Stocker hat fünf Einsätze ohne erzielte Tore oder Vorlagen absolviert. Die Abwehrleistungen waren dafür mit drei Zu-Null- und vier Zu-Eins-Spielen insgesamt vorzüglich. Nur Gerhard Fischbacher durfte alle vier Gegentore live auf dem Spielfeld erleben. Matthias Stocker gelang mit einem gekonnten Gelb-Rot in Selzthal unser einziger Platzverweis des Jahres.

Als Tormann kassierte Christian Fischbacher in drei Spielen nur ein Gegentor und das war ein Elfer. Bei seinem einzigen Match als Stürmer schaffte er ein Tor und zwei Vorlagen.

Karl Thaler und Robin Hutegger waren bei vier Siegen dabei und setzten mit jeweils zwei Torbeteiligungen auch im Angriffsspiel entscheidende Akzente.

Mit drei Toren in nur 227 Einsatzminuten hat Stefan Scherz im Schnitt ca. alle 76 Minuten getroffen und ist damit tatsächlich unser wirkungsvollster Torjäger! Sogar ein noch besserer Wert war möglich, aber allein der meisterhafte Ausgleichstreffer in Pichl entschädigt für alles.

Ähnlich torbeteiligt war Alexander Hutegger mit einem Tor und zwei Vorlagen in 248 Einsatzminuten.

Berufsbedingt kam Giwrgos Prionidis nur auf drei Einsätze, aber immer über die volle Distanz und immer siegreich.

Seltener, aber immer noch unermüdlich unterstützt uns unser einziger Ü50er Norbert Knauss, der beim meisterschaftsentscheidenden Sieg in Selzthal wieder im Abwehrzentrum dominierte.

Stimmgewaltig und mit starken Paraden war unser Ramsauer Tormann Stefan Breuninger in zwei Spielen eine wertvolle Bereicherung.

Ein Comeback nach fast zweijähriger Verletzungspause feierte Thomas Stöckl in Donnersbach und half in der Schlussphase in Selzthal, den entscheidenden Sieg zu retten.

Zweimal eingetauscht, 5 Minuten Spielzeit, zwei Siege – unsere Zukunftshoffnung Lukas Reiter überzeugte mit perfekter Kurzarbeit.

Es ist immer wieder ein Gewinn, wenn wir erfahrene Dorfliga-Experten einsetzen können. In jeweils einem Spiel haben uns Kurt Stocker, Meinhard Steiner und Mario Sieder geholfen.

Auf ein Neues in 2020/21!

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  • 13.06.2020, 22:40 Uhr

    Hermann Jessensky

    Hervorragende Leistung. Respekt!