Spielbericht: SV Rohrmoos – SV Kleinsölk 3:2

Mit einem knappen und mühsamen Heimsieg feiert der SV Rohrmoos ein wichtiges Erfolgserlebnis.

Das lang herbeigesehnte erste Heimspiel seit 49 Wochen war insgesamt eine gelungene Veranstaltung für den SV Rohrmoos. Ca. 75 Zuschauer erlebten bei angenehmer Wetterlage ein abwechslungsreiches Match, das bis zur Schlussminute spannend blieb.

Fast hätten die Sölkner in der 6. Spielminute nach einer Flanke von Christian Fischbacher ein Gastgeschenk in Form eines Eigentors geliefert, aber das ist knapp misslungen. Stattdessen nutzten sie fünf Minuten später einen Eckball auf der anderen Seite, um durch ein Kopfballtor selbst in Führung zu gehen. Wie in Donnersbach musste das SVR-Team nach einem Standard-Gegentor frühzeitig einem Rückstand nachrennen. Die ersten Versuche fanden recht bald statt, aber zunächst verfehlten Andreas Zechmann mit zwei Flachschüssen (12. und 16.) sowie Georg Skopek per Kopf nach Freistoßflanke (13.) knapp das Ziel. Kurz nachdem Tormann Raphael Sablatnig in der 24. Minute einen Flachschuss entschärfen musste, landeten auch die Schussgelegenheiten von Sebastian Trinker und Tobias Huemer neben der Torstange.

Nach 36 Minuten gelang aber doch der Ausgleich, als Christian Fischbacher von der linken Seite Andreas Zechmann bediente, der den Ball von der Strafraumgrenze direkt und wuchtig im Netz versenkte. Auch an der nächsten vielversprechenden Aktion waren beide beteiligt, als Zechmann mit einem Freistoß auf Grilli Fischbacher flankte, dessen Direktabnahme knapp neben dem Tor landete.

In der 44. Minute lieferte Andreas Zechmann dann ein wahres Meisterstück ab, das wir als Dorfliga-Tor des Jahres vorschlagen möchten. Aus geschätzt 25 Metern Entfernung zog er von der halbrechten Seite mit einem Rechtsschuss ab und traf genau in den linken Torwinkel. 

Doch die erste Halbzeit hatte noch einen weiteren Höhepunkt, als Schiedsrichter Sallegger auf Elfmeter für Kleinsölk entschied. Vermutlich hat er ein Handspiel gesehen, was für die Spieler und Zuschauer nicht nachvollziehbar war. So war es im Sinne der Gerechtigkeit wohl passend, dass Tormann Raphael Sablatnig den wenig platziert ausgeführten Strafstoß gehalten hat und damit die 2:1-Führung in die Pause rettete.

 Fünf Minuten nach dem erneuten Anpfiff folgte der nächste Schussversuch von Andi Zechmann – dieses Mal ein wenig zu hoch angesetzt. Die kämpferisch wieder einmal sehr überzeugenden Gäste aus der Sölk suchten ihre Ausgleichschance und sie wussten wohl auch, dass Standardsituationen am leichtesten zum Erfolg führen. Durch einen direkten Freistoß aus 18 Metern erzielten sie tatsächlich in der 57. Minute das 2:2, das durchaus ein verdienter Lohn war.

Nur eine Minute später hatte Kleinsölk eine weitere Möglichkeit, aber die Schusshöhe war leicht übertrieben. Der SV Rohrmoos war gefordert, tat sich aber gegen die stabile Innenverteidigung des Gegners recht schwer. Bernd Stocker kam nach seinem Eintausch zu seinem ersten Dorfliga-Einsatz und versuchte es in 65. Minute mit einem Fernschuss, der leider genauso wenig erfolgreich war, wie kurz danach ein Flachschuss von Georg Skopek. Auf der anderen Seite sorgte ebenfalls ein Fernschuss und anschließend eine Freistoßflanke für Torgefahr.

Die Einwechslung von Stefan Scherz erwies sich in der Schlussphase als Glücksgriff. In der 81. Minute setzte er sich auf dem rechten Angriffsflügel durch und passte zu Christian Fischbacher der mit einem halbhohen Schuss aus spitzem Winkel den Sölkner Torhüter überlistete. Das 3:2 geriet noch ein paar Mal in Gefahr, weil Kleinsölk noch zu weiteren Einschussmöglichkeiten kam. In der 86. Minute hielt Sablatnig einen Flachschuss, in der 89. strich ein Freistoß knapp am Tor vorbei und ein Abspielfehler in der Schlussminute hätte das Ergebnis auch verändern können.

So steht unter dem Strich ein strapaziöser Heimsieg gegen eine gut eingestellte Mannschaft. Wir können an der Tabelle nach drei Runden ablesen, dass es eine sehr spannende Saison ist, die wir hoffentlich gesund und schadlos bis zum Finale am See durchspielen können.

Erkenntnis:

Die Stamm-Innenverteidigung war nicht verfügbar, was zu Umstellungen geführt hat. Mit viel Einsatz haben Karl Thaler und Andreas Stocker ihre neue Aufgabe gut gelöst. Ein Problem war, dass Kleinsölk Vorteile bei der Körpergröße hatte, was sich vorne wie hinten bei hohen Flanken ausgewirkt hat. Unsere Torchancen sind weiterhin selten herausgespielt, aber wenn sehr gute Einzelaktionen und Distanzschüsse zum Erfolg führen, heiligt der Zweck die Mittel. Ein wenig mehr Ballsicherheit und Ruhe beim Verwalten eines Vorsprungs wäre noch ein gutes Ziel. Es wird noch öfter am Ende knapp hergehen. Eine Matchsituation lässt sich allerdings schwer trainieren.

Aufstellung:

Tormann

Raphael Sablatnig

Verteidigung

Heinrich Lettner, Karl Thaler, Andreas Stocker, Thomas Stöckl (ab 56. Bernd Stocker)

Mittelfeld   

Tobias Huemer (ab 76. Stefan Scherz), Lukas Knauss, Andreas Zechmann, Christian Fischbacher

Sturm

Georg Skopek, Sebastian Trinker (ab 60. Norbert Pitzer)

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