Spielbericht: SV Rohrmoos – SV Oppenberg 4:1

Die deutliche Überlegenheit in der zweiten Halbzeit nutzte der SV Rohrmoos zum 11. Heimsieg in Folge, was in der langen Dorfliga-Geschichte noch keiner Mannschaft gelungen ist.

Absolut beeindruckend war die Anzahl der Besucher an diesem herbstlich-sonnigen Sonntag. Ungefähr 125 mehr oder weniger aufmerksame Zuschauer waren rund um das Spielfeld verteilt und da haben wir die Auer-Schafe vom Hang gegenüber nicht einmal mitgezählt.

Nicht sehr beeindruckend war das Geschehen auf dem Spielfeld während der ersten Halbzeit. Dabei begann es mit forschen Angriffsaktionen, die zu Torschüssen von Sebastian Trinker und Andreas Zechmann führten, aber in beiden Fällen wehrte der Oppenheimer Torwächter den Ball über die Torlatte. Nach einer Viertelstunde verfehlte Stefan Scherz das Tor mit einem Flachschuss knapp.

Danach begann eine seltsam ereignislose Phase, die bis zum Pausenpfiff anhielt. Es war durchaus Bewegung im Spiel, aber wenig Ideen. Die Oppenberger verteidigten sehr engagiert und ihre eigenen Angriffsversuche blieben eher harmlos oder wurden durch die Rohrmooser Abwehr frühzeitig gestoppt. Wenn dazu auf beiden Seiten auch keine überraschenden oder speziellen Aktionen gelingen, schaut es von außen so aus, wie es ausgeschaut hat.

Trainer Martin Gerhardter hat dann zur Pause gleich drei Spielerwechsel durchgeführt, um für eine Wiederbelebung des Angriffsspiels zu sorgen. Das hat sich eindeutig ausgezahlt. Ein sehenswerter Spielzug führte in der 52. Minute zum 1:0. Lukas Knauss schickte mit einem gekonnten Steilpass den eingetauschten Christian Fischbacher am linken Flügel auf die Reise. Grilli ließ einen Verteidiger aussteigen und passte ideal zum freistehenden Andi Zechmann, der die Aktion aus kurzer Distanz fast mühelos vollendete.

Wer gedacht hat, dass die Oppenberger damit geschlagen sind, wurde keine zwei Minuten danach eines Besseren belehrt. Nachdem die SVR-Verteidigung ein wenig ungeschickt versuchte, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu befördern, landete er plötzlich bei einem Oppenberg-Angreifer, der sich die günstige Chance nicht nehmen ließ und zum Ausgleich einschoss.

Ein Wendepunkt war es aber nicht. Fortan verlagerte sich das Geschehen überwiegend auf die Seite, die für den Großteil der Zuschauer mehr Einsicht bietet. Zunächst blieben Fernschüsse von Andreas Zechmann und Bernd Stocker erfolglos. Nach einem Eckball von Zechmann in der 60. Minute sprang Christian Fischbacher unaufhaltsam (wie einst der Karli) zum Kopfball und verwandelte zentral aus zehn Metern wuchtig ins linke untere Eck.

Bei einigen Spielern des SV Oppenberg war der Kräfteverschleiß inzwischen recht offensichtlich. Immer öfter gelangen den Rohrmoosern Balleroberungen in aussichtsreichen Positionen. Der nächste Höhepunkt folgte in der 69. Minute: Ein Einwurf von Stefan Scherz flog auf Umwegen zu Andreas Stocker, der sich spontan für einen diagonalen Dropkick aus ca. 25 Metern Torentfernung entschied, so dass das Spielgerät im linken oberen Torwinkel zum 3:1 einschlug. Wir haben ja schon im Vorbericht Sonntagsschüsse angekündigt. Videodokumentation ist leider nicht verfügbar.

Weitere Torgelegenheiten blieben nicht aus. Fischbacher hatte noch eine; Zechmann zwei und auch Georg Skopek per Kopf nach einem Freistoß. In Minute 79 schlug das herausragende Duett Fischbacher/Zechmann schließlich zum dritten Mal zu. Ähnlich wie beim 1:0 passte Grilli von der linken Seite zu Andi, der in die rechte Torecke schoss. Der Tormann schien den Treffer zu vermeiden, war aber ein wenig ungeschickt und irgendwie kugelte der Ball tatsächlich über die Torlinie.

4:1, Tabellenführung verteidigt, erste Mannschaft der Dorfliga-Geschichte mit 11 Heimsiegen in Folge, aber keine Zeit zum Rasten, weil im Herbst noch schwere Aufgaben anstehen.

Standpunkt:

Nach recht langwieriger Anlaufzeit war der Rekord-Heimsieg am Ende nie in Gefahr. Sehr schön, dass sich die zahlreichen Besucher dann noch an spektakulären Toren erfreuen konnten. Die Maßnahme, drei Schlüsselspieler erst zur zweiten Halbzeit einzutauschen war ungewöhnlich, aber effektiv. Tormann und Abwehr waren wenig beschäftigt, aber dafür werden die nächsten zwei Spiele wohl besonders herausfordernd. Und möge der Hutegger Alex spätestens gegen Haus wieder einsatzfähig sein, weil er auf dem Spielfeld für uns noch wertvoller ist als an der Grillstation.

Aufstellung:

Tormann

Raphael Sablatnig

Verteidigung

Thomas Stöckl, Karl Thaler, Matthias Stocker, Bernd Stocker (ab 56. Heinrich Lettner)

Mittelfeld   

Michael Wiesbauer (ab 46. Andreas Stocker), Lukas Knauss, Andreas Zechmann, Norbert Pitzer (ab 46. Christian Fischbacher)

Sturm

Stefan Scherz, Sebastian Trinker (ab 46. Georg Skopek)

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