Spielbericht: SV Rohrmoos – ESV Lok Selzthal 2:0

Der SV Rohrmoos gewann zum Auftakt der neuen Saison mit 2:0 gegen Selzthal.

Der erste Schritt in die Zukunft ist überwiegend wünschenswert geglückt. Vor ungefähr 60 Zuschauern lieferten der SV Rohrmoos und die Auswahl des ESV Lok Selzthal eine sehenswerte Partie. Der Platz war trotz wechselhafter Wetterbedingungen in hervorragendem Zustand.

Nach taktischen Umstellungen durch Trainer Martin Gerhardter benötigten die Gastgeber noch eine Eingewöhnungsphase. Trotzdem kam es bereits in der 12. Minute zu einer Großchance. Nach einem Stellungsfehler in der Selzthaler Verteidigung setzte sich Georg Skopek im Strafraum durch und hatte das Auge für Alexander Hutegger, der in sehr aussichtsreicher Position den Ball aus kurzer Distanz über das Tor beförderte. Das war nicht ganz leicht, aber wir können solche Missgeschicke auch oft genug bei Weltklasse-Spielern beobachten.

Selzthal spielte gut mit und für eine Weile fand das Spielgeschehen mehrheitlich im Mittelfeld statt. Ein Schussversuch von Lukas Knauss in der 24. Minute war ein wenig zu hoch angesetzt. Doch sechs Minuten später hatte Luki eine noch bessere Idee: Mit einem perfekten Lochpass brachte er Georg Skopek in eine günstige Position und unser Torgarant überwand den Torhüter mit einem platzierten Schuss aus zehn Metern zum 1:0.

Zehn Minuten später hatten die Selzthaler mit einem direkten Freistoß ihre beste Chance während der ersten Halbzeit, den unser Tormann Christian Fischbacher gekonnt parierte. Kurz vor der Pause waren allerdings die Rohrmooser um eine komfortablere Führung bemüht. Zunächst flog ein weiterer Distanzschuss von Lukas Knauss knapp am Tor vorbei, danach versiebte Stefan Scherz nach einer idealen Kopfballvorlage von Skopek eine gute Möglichkeit.

Pünktlich zur Halbzeit kam der Regen und nach dem Wiederanpfiff waren die Selzthaler voller Tatendrang und brachten zur einen Eckball Stimmung in den Rohrmooser Strafraum, brachten dabei aber keinen Torschuss zustande. Nur eine Minute versuchte auf der anderen Seite wieder Luki Knauss sein Glück, doch erneut verfehlte er knapp unser neues Tornetz. Ein direkter Freistoß von Georg Skopek in Minute 55 flog flach am Pfosten vorbei.

Der bitterste Moment des Spiels ergab sich gegen Mitte der zweiten Halbzeit nach einem Sturz von Lukas Knauss, bei dem er sich eine schwere Schulterverletzung einhandelte. Sehr tragisch, dass eines seiner wohl besten Dorfliga-Spiele derartig schmerzhaft ausgeht.

Durch den unvermeidlichen Spielerwechsel kam Tobias Zechmann zu seinem ersten Einsatz für den SV Rohrmoos. Als jahrelang erprobter Schanzenspezialist wird er uns mit Sprungkraft, Präzision und koordinierten Bewegungsabläufen gewiss verstärken und hat das am Samstag bereits angedeutet.

Neuzugang Tobias Zechmann

Doppeltorschütze Georg Skopek

Noch einmal waren die Selzthaler mit einer Standardsituation in der 68. Minute gefährlich, doch ein Freistoß von der linken Angriffsseite traf nur das Außennetz. Insgesamt blieb die SVR-Abwehr mit Karl Thaler, Matthias Stocker und Gerhard Fischbacher nahezu fehlerfrei und Christian Fischbacher war wie gewohnt eine zuverlässige Aushilfe im Tor.

Bei einer knappen Führung gibt es immer ein Restrisiko und deshalb versuchte Stefan Scherz, die Erlösung herbeizuführen, scheiterte aber in der 80. Minute, als er aus kurzer Entfernung nur den Tormann anschoss. Doch kurz danach landete der Ball vom Gegner kommend bei Georg Skopek, der sofort die freie Schussbahn erkannte und für den Torhüter überraschend mit einem wuchtigen Schuss aus ca. 23 Metern unter die Latte für die umjubelte Entscheidung sorgte.

Aufstellung:

Tor: Christian Fischbacher

Abwehr: Karl Thaler, Matthias Stocker, Gerhard Fischbacher

Mittelfeld: Thomas Stöckl, Andreas Stocker, Lukas Knauss (ab 67. Tobias Zechmann), Alexander Hutegger

Angriff: Stefan Scherz (ab 86. Lukas Reiter), Georg Skopek, Michael Wiesbauer

Zuschauer: ca. 60

Tore: 1:0 Georg Skopek (30., Lukas Knauss), 2:0 Georg Skopek (81.)

Konklusion:

Die Dorfmeisterschaft lebt wieder und das Interesse der Zuschauer bei mäßigen Temperaturen ist ein wichtiges Signal. Unsere Spieler haben nichts verlernt und der Wechsel zwischen Spielsystemen funktioniert auch recht passabel. Ob 3-5-2, 4-4-2, 3-3-3-1 oder 3-4-3 – der Einfallsreichtum von Martin Gerhardter kennt keine Grenzen und solang jeder seine Haupt-Laufwege kennt, haut es schon hin. Alle aufgebotenen Spieler waren sehr einsatzfreudig und bemüht, Ihre Aufgabe zu erfüllen. Etwas enttäuschend ist allerdings, dass im ersten Heimspiel nur 13 Spieler plus Notlösung Spielertrainer zur Verfügung standen. Da erhoffen wir uns eine deutliche Steigerung. Wir müssen wohl mit einem längeren Ausfall von Lukas Knauss rechnen, der gegen Selzthal bis zu seiner Verletzung an fast allen Angriffsaktionen beteiligt war. Alles Gute für eine schnelle Genesung, Luki! Bleib geduldig und tapfer! Du hast Dich schon öfter zurückgekämpft. Du wirst uns auch dieses Mal mit einem überragenden Comeback begeistern.

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