Spielbericht: ESV Lok Selzthal – SV Rohrmoos-Untertal 1:1

Zum Auftakt der Frühjahrsrunde gab es für den SV Rohrmoos ein 1:1 beim ESV Lok Selzthal.

Vor dem ersten Frühjahrsspiel seit unserem unvergessenen Finale im Juni 2019 gab es schon eine gewisse Vorfreude – zumindest unter den Fans. Auch die Sonne hat freundlich zugeschaut. Ca. 30 Heim-Anhänger dürften sich auf der überdachten Tribüne befunden haben, wobei vor allem der „Trommler von Selzthal“ mit einer stimmungsvollen Performance überzeugte. SVR-Fans waren aber auch dabei, am Anfang zwei, dann vier, später acht und am Ende sogar neun.

Die Lok-Truppe startete verheißungsvoll mit einem Lattenschuss in der 3. Minute. Der Rest der ersten Halbzeit war wie eine Selbstfindungsphase mit dementsprechend wenig gelungenen Spielzügen. An den Platzverhältnissen kann es nicht gelegen haben und mit Langlaufschuhen war auch keiner unterwegs.

Da oder dort war in einem der Strafräume viel Betrieb zu beobachten, ohne dass dann ein Torschuss zustande kam. Die aufregendste SVR-Aktion zeigte Thomas Stöckl, als er in der 26. Minute zwei Verteidiger ausspielte, aber dann das Tor knapp verfehlte.

Bei den Standards kam dafür wenig heraus. Der torlose Pausenstand war nicht unpassend.

Die Halbzeitansprache von Martin Gerhardter haben wir nicht gehört, aber wir nehmen an, dass sie sehr gut war. Nach dem Wiederanpfiff zeigte das SVR-Team fast 20 Minuten lang Pressing vom Feinsten. Zahlreiche Balleroberungen führten zu guten Torchancen und die Selzthaler haben es kaum noch geschafft, den Ball aus der eigenen Hälfte zu befördern.

Im Detail war ein Schuss von Michael Wiesbauer dabei, den der Tormann stark gehalten hat. Ein Kopfball von Toni Stocker aus kurzer Distanz nach einer Ecke in der 50. Minute flog überraschend in die falsche Richtung.

Doch vier Minuten später wurde ein konsequentes Nachsetzen von Alexander Hutegger belohnt. Mit dem Pass zum Cousin war die Abwehr düpiert und Andi Zechmann schob den Ball zur 1:0-Führung am herausgelaufenen Tormann vorbei.

Auch danach waren die Gastgeber fehleranfällig und die Gelegenheiten für einen Ausbau des Vorsprungs gegeben. Bei einer „Multi-Chance“ trafen hintereinander Alex Hutegger, Thomas Stöckl, Andi Zechmann und Philipp Stocker stehende und liegende Körperteile der Gegenspieler, aber halt nicht das Tor. 

Optisch sehr ansprechend war ein Lob von Andi Zechmann aus leicht 25 m Distanz, der aber genau auf die Querlatte stürzte.

Wer sich beim Tennis nicht so gut auskennt: ein LOB ist ein Ball der lang oben bleibt, nur in diesem Fall kam er um ein Eitzerl zu spät herunter.

Dann war da noch der Philipp in der 66. Minute am Ende eines Konters in günstiger Einschussposition, hat aber nur den Tormann getroffen, der auch das einzige Hindernis war.

Ganz plötzlich gab es auf der anderen Seite wieder einmal ein Strafraumgetümmel, das dann durch einen Elfmeterpfiff gestoppt wurde. Wer wen getreten hat, können wir nicht mehr feststellen, aber weil es wenig Beschwerden gab, hat der Spielleiter sich vermutlich richtig entschieden. René Ernecker, der Zehner, nutzte gekonnt die Chance zum Ausgleich.

Das war auch gleichbedeutend mit einem nahezu kompletten Abriss, was die Angriffsbemühungen des SVR betrifft. Erst in der 83. Minute brachte Toni Stocker einen Freistoß aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum und nach einer verunglückten Abwehr hatte Andi Zechmann noch einmal eine gute Chance, bugsierte den Ball aber knapp am Tor vorbei.

Selzthal gelangen auch keine bemerkenswerten Angriffe mehr. Insgesamt war das Team des ESV Lok ungefähr gleichwertig und so geht das Endresultat voll in Ordnung.

Torschütze Andreas Zechmann

Vereinsinterne Bewertung:

Als treue Beobachter kennen wir die Fähigkeiten unserer Spieler recht gut und es ist ihnen ausnahmsweise nicht gelungen, uns zu beeindrucken. In jeder Hinsicht problematisch war die Genauigkeit – beim Passspiel, bei der Chancenverwertung und beim Klären im eigenen Strafraum.  Vielleicht ist es auch logisch und der aktuellen Situation geschuldet. Die Vorbereitung war kurz, es gab in der Woche davor gleich drei schwere Verletzungen und auch die fehlenden Gesunden können das Niveau noch deutlich anheben. Es gab aber auch den erfreulichen Teil nach der Halbzeit, der nur ein wenig zu kurz oder nicht effektiv genug war. Bei den nächsten Trainingseinheiten werden Ballsicherheit, Standardsituationen, vielleicht auch Einsatzfreude und Ausdauer spannende Themen sein. So gibt es genug Verbesserungspotenzial, aber hoffnungslos ist die Lage überhaupt nicht.

Tor: Christian Fischbacher

Abwehr: Thomas Stöckl, Anton Stocker, Gerhard Fischbacher, Tobias Zechmann

Mittelfeld: Andreas Stocker, Tobias Huemer, Philipp Stocker, Alexander Hutegger (ab 90. Lukas Reiter)

Angriff: Andreas Zechmann, Michael Wiesbauer (ab 75. Sebastian Trinker)

Tore: O:1 Andreas Zechmann (Assist Alexander Hutegger, 54.), 1:1 René Ernecker (66., Foulelfmeter)

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